Pflegerische Massnahmen
Pflegerische Massnahmen erfolgen im Rahmen der
Grund- und Behandlungspflege und richten sich nach Art der Erkrankung und dem ärztlichen Befund. Spezialdienste wie
Palliative Care, Onko-Spitex, Kinder-Spitex oder die psychiatrische Spitex kommen zum Einsatz, wenn spezielle Kompetenzen gefordert sind. Dasselbe gilt für die Rehabilitationspflege, die
gerontologische Pflege, etc.
Je nach Diagnose, Art und Ausmass der Pflegebedürftigkeit kommt eine stationäre oder ambulante Pflegebehandlung in Frage. Stationäre Patienten leben und wohnen in einer Pflegeinstitution.
Wird eine pflegebedürftige Person von spitalexternem beziehungsweise Spitex-Personal zu Hause versorgt, handelt es sich um eine ambulante Massnahme. Oft helfen bei dieser Pflege und Betreuung
auch Angehörige mit. Einrichtungen wie Tagesstätten dienen der Kombination von stationärer und ambulanter Pflege. Solche Einrichtungen bieten eine vorübergehende Betreuung womit
pflegende Angehörige entlastet werden. Der Pflegebedürftige bleibt in diesem Fall zuhause wohnhaft.
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Die Begriffe Grund- und Behandlungspflege werden in der Pflegewissenschaft überwiegend kritisch betrachtet, da sie per se wenig über den konkreten Pflegeaufwand aussagen. Die
Grundpflege umfasst die allgemeinen täglichen Lebensverrichtungen (ATL) An- und Auskleiden; Aufstehen, Absitzen, Abliegen; Essen; Körperpflege; Verrichten der Notdurft sowie
Fortbewegung. Die Behandlungspflege verfolgt in der Regel ein therapeutisches oder palliatives Ziel zur Behandlung von Krankheiten oder zur Bekämpfung von deren Folgen.
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Die Psychiatriepflege orientiert sich an den Ressourcen und der individuellen Problematik des Patienten und seiner
psychischen Erkrankung. Die betreuende Pflegefachperson berät Angehörige, stellt den
Unterstützungsbedarf fest, beobachtet und dokumentiert die Entwicklung. Da viele psychisch Kranke isoliert leben, kommt der Beziehungsarbeit eine grosse Bedeutung zu. Eine der
Hauptaufgaben der Psychiatriepflege ist es, den psychisch Kranken während seines Anpassungsprozesses zu begleiten, ihm Möglichkeiten zur Selbsthilfe aufzuzeigen und ihn dabei zu
unterstützen, in einem psychischen, physischen und sozialen Gleichgewicht zu bleiben oder dieses wieder zu erlangen. Wichtige Behandlungselemente sind Gespräche, Bewusstmachung,
Reflexion, Hilfe zur Selbsthilfe, die Schaffung einer Tagesstruktur, Hilfe bei der Bewältigung von Alltagsanforderungen sowie die Förderung selbstverantwortlichen Handelns.
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Die
Palliativ-Pflege ist ein Sonderfall. Sie betrifft Personen, die von einer unheilbaren, lebensbedrohlichen Krankheit betroffen
sind und die sich in der letzten Lebensphase befinden. Die meisten dieser Schwerkranken möchten zu Hause sterben. Palliative Care stützt sich idealerweise auf vier Pfeiler: Die Hilfe
zur Selbsthilfe, Vorausplanung im Hinblick auf Komplikationen, Betreuungs-Netzwerk und Hilfe für die Angehörigen. Ziel der Palliativ-Pflege ist eine schmerzlose, beschwerdefreie Zeit in
familiärer Umgebung bis zum Tod, oft auch im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit Fachleuten aus Medizin, Pflege, Sozialarbeit, Psychologie und Seelsorge.
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In der Schweiz gibt es verschiedene BAG-zertifizierte
Wundbehandlungszentren. «Zertifizierter Wundmanager» ist eine geschützte Berufsbezeichnung und setzt eine entsprechende Ausbildung voraus. Wundmanager bieten keine
Krankenpflege im herkömmlichen Sinn, sondern sind speziell für die Behandlung und Pflege chronischer und schwer heilender Wunden ausgebildet. Da Patienten immer früher aus dem Spital
entlassen werden, sind die Fachleute im Bereich der ambulanten Wundversorgung heute vermehrt gefordert.