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BESA – Bedarfsabklärung Heime
BESA bezeichnet ein Einstufungs- und Abrechnungssystem im Bereich der Geriatrie und Langzeitpflege in Alters- und Pflegeheimen. Es wird hauptsächlich von Heimen in der Deutschschweiz eingesetzt und gibt Auskunft über den Pflegebedarf einer Person. Mit diesem Punkte-System werden Leistungen erfasst, die nicht im Pensionspreis inbegriffen sind, jedoch aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung des Pflegebedürftigen notwendig sind.
Im Rahmen der Bedarfsabklärung füllen Heimbewohner einen Fragebogen aus, der Auskunft über ihre derzeitige Situation gibt. Danach werden die Resultate mit der Einschätzung von Pflegefachpersonen verglichen. Beide Ergebnisse bilden als strukturierte Daten die Grundlage für die Beurteilung des Pflegebedarfs. Zu dieser Beurteilung kommt noch die Festlegung von Pflegeschwerpunkten sowie -zielen durch die Pflegefachperson hinzu.
Häufige Kritik am BESA-System war, dass es nur vier Stufen bot und den Pflegezeitaufwand nicht erfasste. Es galt zwar als einfach, aber weniger differenziert. Im Rahmen der Neuordnung der Pflegefinanzierung wird bei BESA gleich wie bei RAI von einer auf der Diagnose basierenden zu einer auf dem Zeitaufwand basierenden Einstufung gewechselt. BESA und RAI unterscheiden dann 12 Pflegestufen, womit die Systemunterschiede geringer werden. Beide Systeme teilen die Stufen anhand der Pflegeminuten ein (Stufe 12 = über 220 min/Tag).