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Pflegende Angehörige
Fast zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden im privaten Umfeld betreut. Sie leisten 34 Millionen Stunden Betreuung und Pflege im Wert von 1,2 Milliarden Franken.
Die im Auftrag des Spitex Verbandes Schweiz durchgeführte, wissenschaftliche Studie SwissAgeCare-2010 hat zeigt, dass die Pflege von Angehörigen – insbesondere jene von dementen Personen – sehr belastend sein kann. Vor allem wenn die betreuende Person betagt ist und mit eigenen gesundheitlichen Problemen kämpft. Oder wenn sie berufstätig ist und noch Kinder zu versorgen hat.
Wird das Leben von Angehörigen hauptsächlich von pflegerischen Aufgaben bestimmt, sodass persönliche Interessen zu kurz kommen, kann das langfristig Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden haben. Mögliche Alarmzeichen sind zunehmende Ungeduld, Dünnhäutigkeit, das Gefühl der Entfremdung, das Empfinden von Monotonie im Alltag oder Angst. Zum Beispiel die ständige Angst, dass dem Angehörigen in einem unbeobachteten Moment etwas zustossen könnte. In diesem Fall helfen Entlastungsdienste chronischen Stress und Erschöpfung zu vermeiden. Die Rotkreuz-Kantonalverbände bieten zudem Kurse für pflegende Angehörige an.