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Akut- und Übergangspflege

 

Bei Patienten, die noch spitalbedürftig, jedoch noch nicht rehabilitationsfähig sind, haben sich medizinische Probleme stabilisiert. Eine tägliche ärztliche Betreuung/Behandlung ist nicht mehr notwendig, hingegen eine tägliche, zeitlich begrenzte, pflegerisch-therapeutische Betreuung. Diese Patienten und Patientinnen sind nach einem Spitalaufenthalt noch nicht in der Lage ihren Alltag wieder alleine und selbständig zu meistern. Sie brauchen dann zwar keine Akutversorgung mehr und wären im Spital überversorgt, doch sie benötigen noch eine «Rund um die Uhr»-Betreuung. Die Akut- und Übergangspflege stellt in diesen Fällen ein flexibles Versorgungsmodell dar, das Leistungen wohldosiert einsetzen kann. Geeignete Abteilungen in Langzeitinstitutionen, Rehabilitationskliniken und Spitälern sowie die Spitex und 8 Berner Kurhäuser können sie erbringen.

Die Übergangspflege zielt im Wesentlichen auf die Wiedererlangung der Selbständigkeit ab, damit der Alltag zu Hause bewältigt werden kann. Damit soll die Gefahr von Rehospitalisationen und bleibender Pflegebedürftigkeit vermindert werden. Die Akut- und Übergangspflege umfasst die gleichen Leistungen wie die normale Pflege, ist jedoch mit einem höheren Aufwand verbunden und damit teurer als die Langzeitpflege. Wenn die Pflege direkt an einen Spitalaufenthalt anschliesst und spitalärztlich verordnet ist, sind die anfallenden Pflegekosten während maximal zwei Wochen voll gedeckt. Patienten zahlen nur den Selbstbehalt und die Franchise. Im Hinblick auf längere Aufenthalte ermöglichen Ergänzungsleistungen und Sozialtarife von solchen Pflegeangeboten Gebrauch zu machen.

Letzte Änderung: 01. Mai 2012