KURZZEITIGE PFLEGE

  • Akut- und Übergangspflege

    Mit Akut- und Übergangspflege ist einerseits ein vorübergehender, stationärer Aufenthalt in einer Klinik gemeint oder die Zeit nach einem Spitalaufenthalt bis zur Rehabilitationsfähigkeit (Post-Akut-Pflege). Bei Patienten, die noch spitalbedürftig, jedoch noch nicht rehabilitationsfähig sind, haben sich medizinische Probleme stabilisiert. Eine tägliche ärztliche Betreuung/Behandlung ist nicht mehr notwendig, hingegen eine tägliche, zeitlich begrenzte, pflegerisch-therapeutische Betreuung. Diese Patienten und Patientinnen sind nach einem Spitalaufenthalt noch nicht in der Lage ihren Alltag wieder alleine und selbständig zu meistern. Sie brauchen dann zwar keine Akutversorgung mehr und wären im Spital überversorgt, doch sie benötigen noch eine «Rund um die Uhr»-Betreuung. Die Akut- und Übergangspflege stellt in diesen Fällen ein flexibles Versorgungsmodell dar, das Leistungen wohldosiert einsetzen kann. Geeignete Abteilungen in Langzeitinstitutionen, Rehabilitationskliniken und Spitälern sowie die Spitex und acht Berner Kurhäuser können sie erbringen.

    Haus für Pflege

    Die Übergangspflege zielt im Wesentlichen auf die Wiedererlangung der Selbständigkeit ab, damit der Alltag zu Hause bewältigt werden kann. Damit soll die Gefahr von Rehospitalisationen und bleibender Pflegebedürftigkeit vermindert werden. Die Akut- und Übergangspflege umfasst die gleichen Leistungen wie die normale Pflege, ist jedoch mit einem höheren Aufwand verbunden und damit teurer als die Langzeitpflege. 

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    Wenn die Pflege direkt an einen Spitalaufenthalt anschliesst und spitalärztlich verordnet ist, sind die anfallenden Pflegekosten während maximal zwei Wochen voll gedeckt. Patienten zahlen nur den Selbstbehalt und die Franchise. Im Hinblick auf längere Aufenthalte ermöglichen Ergänzungsleistungen und Sozialtarife von solchen Pflegeangeboten Gebrauch zu machen.

  • Tagesstätten

    Tagesstätten sind ambulante Einrichtungen für die bedürfnisgerechte, vorübergehende Betreuung während einem oder mehreren Tagen pro Woche. Diese Einrichtungen erbringen zeitlich begrenzte pflegerische Leistungen und erleichtern die Betreuung von Seniorinnen und Senioren zu Hause. Manche Tagesheime nehmen ältere Menschen während der Genesung oder der Ferienabwesenheit von pflegenden Angehörigen auf. Je nach Tagesstätte sind auch Kurzaufenthalte nachts oder an Wochenenden möglich. Pflegenden Angehörigen bieten Tagesstätten die Möglichkeit, sich eine Verschnaufpause zu gönnen und einer Überforderung vorzubeugen.

    Wer sich beraten lassen will, kann sich an die örtliche ProSenectute-Stelle, die Gemeinde, die Spitex oder das Schweizerische Rote Kreuz wenden. Die Leistungen sind zahlungspflichtig, auch wenn die Tagesheime von öffentlich-rechtlichen Körperschaften und privaten Einrichtungen Subventionen erhalten. Fallweise wird ein Teil der Kosten von der Krankenkasse übernommen. Personen, die Ergänzungsleistungen beziehen, können eine Teilfinanzierung beantragen.

  • Ferien- und Probeaufenthalte in Heimen

    Ferienaufenthalte in Alters- und Pflegeheimen bringen Abwechslung ins Leben von Pflegebedürftigen und dienen der Entlastung von pflegenden Angehörigen. Ferienzimmer stehen jedoch auch Personen offen, die vor einem definitiven Eintritt zuerst etwas Heimluft schnuppern wollen. Sie haben die Möglichkeit eine Zeitlang am Heimleben teilzunehmen, um herauszufinden, ob das gewählte Heim ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Der Zeitraum für das Probewohnen kann normalerweise ausgehandelt werden. Die meisten Heime bieten Ferien- oder Schnupperplätze an, auch wenn sie das nicht ausdrücklich erwähnen. Die Kosten belaufen sich – je nach Kanton – auf 80 bis 120 Franken pro Tag.

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