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Medikamente und Services
Die Anzahl der Menschen, die regelmässig Medikamente konsumieren, steigt. Dabei nehmen Frauen häufiger Medikamente ein als Männer und ältere Personen häufiger als Junge. In der Romandie ist der Medikamentenkonsum höher als in den anderen Landesteilen. Trotz der Einführung neuer Medikamente und dem anhaltenden Bevölkerungswachstum stagniert der Medikamentenmarkt seit 2009, was zeigt, dass die umgesetzten Sparmassnahmen wirken.
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Apotheken und Versandhandel
In der Schweiz gibt es rund 1 700 Apotheken. 200 Apotheken bieten unter dem Namen netCare telemedizinische Beratungsleistungen an. Das Beratungsgespräch mit dem beigezogenen Arzt erfolgt im Rahmen einer Videokonsultation.
280 Versandapotheken bieten Bestellmöglichkeiten via Internet oder Telefon an und sind oft mit interessanten Konditionen verbunden. Sie sind vor allem für Patienten mit regelmässigem Arzneimittelbedarf nutzenbringend. Sobald der Apotheker das vom Arzt ausgestellte Rezept sowie die Verträglichkeit verschiedener Medikamente überprüft hat, erfolgt die Lieferung per Post. Einige Krankenkassen kooperieren mit Versandhandelsapotheken und gewähren den Versicherten, die Medikamente über den Versandhandel beziehen, grosszügige Rabatte. Versandhandelsapotheken wie MediService AG oder ZurRose bieten auf Wunsch auch Pflegeleistungen an.
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Generika
Generika sind Substitutionsprodukte langjährig bewährter Medikamente. Mit einem höheren Selbstbehalt von 20% statt 10% soll ein finanzieller Anreiz geschaffen werden, bei gleichwertigen Medikamenten das preisgünstigere Generikum zu wählen.
Ausnahmen:
• wenn es kein Generikum gibt
• wenn das Originalmedikament aus medizinischen Gründen zwingend
• erforderlich ist• wenn die Preisdifferenz zwischen Originalmedikament und
• Generikum weniger als 20% beträgtGenerika sind nicht immer günstiger als das Original. Wer es genau wissen will, kann einen Preisvergleich auf mymedi.ch machen.
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Medikamentenpreise
Die Grundversicherung der Krankenkassen übernehmen Medikamente, wenn sie wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sind. Die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit beruht auf dem Vergleich mit anderen Medikamenten sowie auf dem Preisvergleich mit sechs europäischen Ländern. Preisüberprüfungen für die zurzeit rund 2 500 kassenpflichtigen Medikamente finden ab 2012 alle drei Jahre statt. Rund ein Drittel der kassenpflichtigen Medikamente werden aufgrund dieses periodischen Preisvergleichs billiger. Der vom Bundesrat stark nach unten korrigierte Wechselkurs von 1.29 Franken ist ab November 2012 gültig und soll Einsparungen von 240 Millionen Franken im laufenden Jahr und 720 Millionen Franken ab 2014 bringen.
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Erinnerungsdienst Medikamenteneinnahme
Der Erinnerungsdienst Memorems erinnert Patienten per SMS oder Telefonanruf an die Einnahme ihrer Medikamente. Patienten, die Interesse an diesem Dienst haben, können sich an ihren Arzt oder Apotheker wenden. Dieser richtet die gewünschte Meldung gemeinsam mit Memorems ein.